Entscheidungsgrundlage für öffentliche Projekte

Getränkeschutz fachlich einordnen.

Nutzen benennen, Grenzen klar halten und den Einsatz verantwortlich organisieren: Diese Seite unterstützt Kommunen, Behörden, Hochschulen und Veranstalter bei einer belastbaren Entscheidung – ohne unbelegte Schutzversprechen.

Kommunale Projektverantwortliche prüfen Einsatzbedingungen des KO STOP Getränkeschutzes
Fachliche Prüfung vor der Beschaffung: Ziel, Gefäße, Ausgabe, Hilfeweg und Auswertung gemeinsam klären.
Physische AbdeckungKann den direkten Zugang zu einem offenen Getränk erschweren.
Keine AnalysefunktionErkennt, untersucht oder neutralisiert keine Substanzen.
Teil eines GesamtsystemsErsetzt weder geschulte Teams noch Hilfe- und Notfallwege.

60-Sekunden-Einordnung

Kann. Kann nicht. Ist sinnvoll, wenn.

Eine seriöse Leistungsbeschreibung trennt die physische Funktion des Produkts von der Wirkung eines gesamten Präventionskonzepts.

Was es kann

Den unmittelbaren Zugang zu einem offenen Getränk erschweren, Aufmerksamkeit schaffen und bei gezielter Ausgabe den Kontakt zu Ansprechpersonen eröffnen.

Was es nicht kann

Getränkemanipulation zuverlässig verhindern, Stoffe erkennen oder medizinische, organisatorische und sicherheitsbezogene Maßnahmen ersetzen.

Wann es sinnvoll ist

Wenn Passform, Nutzung, Ausgabesituation, Kommunikation, Hilfewege, Zuständigkeiten und Auswertung vorab verbindlich geplant sind.

Geschulte Ansprechperson demonstriert den KO STOP Getränkeschutz an verschiedenen Gefäßen
Vor Ort testen: Die Eignung hängt vom Gefäß, der korrekten Anwendung und einer verständlichen Einweisung ab.

Nutzen und Grenzen

Der Produktbeitrag ist konkret – aber begrenzt.

Die Abdeckung ist kein isoliertes Sicherheitsversprechen. Ihr möglicher Beitrag entsteht erst in einer nachvollziehbaren Einsatzsituation.

Möglicher Beitrag

  • Direkten Zugang erschweren
  • Gesprächsanlass schaffen
  • Kampagnenbotschaft oder QR-Code tragen
  • Kontakt zum Awareness-Team herstellen

Klare Grenzen

  • Keine Schutzgarantie
  • Keine Stoffanalyse
  • Kein Medizinprodukt
  • Kein Ersatz für Personal und Notfallstruktur

Prävention als System

Fünf Bausteine, eine klare Verantwortung.

Öffentliche Projekte werden belastbar, wenn Produkt, Personal, Kommunikation, Hilfe und Auswertung zusammen gedacht werden.

  1. Produkt & Passform

    Vorgesehene Gefäße real testen.

  2. Geplante Ausgabe

    Ort, Zeitpunkt, Menge und Nachversorgung definieren.

  3. Geschultes Team

    Rollen, Ansprache und Eskalation klären.

  4. Hilfeweg

    Medizinische, psychosoziale und polizeiliche Wege sichtbar machen.

  5. Evaluation

    Reichweite und Rückmeldungen seriös dokumentieren.

Verantwortungsvolle Sprache

So kommunizieren Institutionen fachlich sauber.

Präzise Formulierungen verhindern falsche Erwartungen und vereinfachen die Abstimmung mit Verwaltung, Fachstellen und Partnern.

Nicht verwenden„Schützt sicher vor K.-o.-Tropfen.“
Fachlich sauber„Kann den direkten Zugang zu einem offenen Getränk erschweren.“
Nicht verwenden„Verhindert Drink Spiking.“
Fachlich sauber„Ergänzender Baustein eines Präventions- und Awareness-Konzepts.“
Nicht verwenden„Erkennt gefährliche Stoffe.“
Fachlich sauber„Die Abdeckung besitzt keine Analyse- oder Testfunktion.“
Nicht verwenden„Bewiesene Senkung von Vorfällen.“
Fachlich sauber„Ausgabe, Nutzung und Rückmeldungen können projektbezogen ausgewertet werden.“

Kommunale Entscheidungsmatrix

Vor Beschaffung und Einsatz sechs Punkte klären.

Eine kurze Erprobung mit den tatsächlichen Gefäßen und den verantwortlichen Teams schafft mehr Sicherheit in Planung, Kommunikation und Ausschreibung.

Gefäße & EinsatzorteWelche Formen, Größen und Veranstaltungsbereiche sind vorgesehen?
Ausgabe & RollenWer erklärt die Nutzung, wer ist im Verdachtsfall zuständig?
QR-Ziel & AktualitätIst die Zielseite mobil, barrierearm, aktuell und verantwortlich gepflegt?
DatenschutzWelche Rückmeldungen werden wirklich benötigt und zulässig erhoben?
Menge & NachversorgungWie werden Bedarf, Lagerung und rechtzeitige Verfügbarkeit organisiert?
Sprache & FreigabeSind Nutzen, Grenzen und Hilfewege intern abgestimmt?
Fachkräfte dokumentieren Passform und Einsatzbedingungen des KO STOP Getränkeschutzes
Dokumentierbar statt behauptet: Passform, Ausgabeprozess und Rückmeldungen im Pilotprojekt prüfen.

Auswertung

Messbar ist der Einsatz – nicht automatisch seine Schutzwirkung.

01Ausgegebene Stückzahl und Verteilung nach Orten oder Zeiträumen
02Reichweite von Kampagnenmaterial und aufgerufenen Informationsseiten
03Rückmeldungen von Nutzerinnen, Nutzern und eingesetzten Teams
04Passform, Verständlichkeit und organisatorische Umsetzbarkeit
Wichtig: Diese Kennzahlen beschreiben Durchführung, Akzeptanz und Reichweite. Sie belegen für sich allein keine Reduktion von Getränkemanipulationen oder Straftaten.

Quellen und Transparenz

Nachvollziehbar für Fachstellen und Verwaltung.

Die Akuthinweise stützen sich auf öffentliche Fachinformationen. Die Produktgrenzen sind als funktionale Einordnung formuliert und stellen keinen klinischen oder kriminalpräventiven Wirksamkeitsnachweis dar.

Prävention als Gesamtkonzept

Das britische Home Office führt Getränkeabdeckungen als freiwillige praktische Maßnahme innerhalb eines Maßnahmenpakets auf – zusammen mit Personaltraining, Hilfeangeboten, Einsatzplänen, Kommunikation und Beweissicherung.

Hinweise für Veranstaltungsorte öffnen →

Zuletzt fachlich geprüft: 8. September 2026Redaktionell verantwortlich: KO STOP®Produktbezogene Aussagen: funktionale Einordnung, kein Nachweis klinischer oder kriminalpräventiver Wirksamkeit

Nächster Schritt

Einsatzkontext prüfen, bevor Mengen und Gestaltung feststehen.

Gemeinsam klären wir Gefäße, Zielgruppe, Rollen, Ausgabe, Individualisierung und Projektzeitraum.